Exakt bzw. ziemlich genau 17:30 Uhr (mehr oder weniger) zeigte die Uhr als Jugendwart Markus die aufgeregte und wegen der wenig sommerlichen Temperaturen des Schlachtensees munter kreischende Kinderschar auf die Strecke schickte. Im ersten Teil des Dreikampfes war für die Kids eine Schwimmstrecke von ca. 100 bzw. 200 Metern (mehr oder weniger) zurückzulegen.

Neu an der diesjährigen Vereinsmeisterschaft war die Idee, sowohl eine Kinder- als auch die Erwachsenenmeisterschaft an einem Tag durchzuführen. Der erstmalig stattfindene Wettbewerb der Kinder wurde in Form eines Team-Wettbewerb veranstaltet, bei dem die Teilnehmer einander zugelost wurden und bei dem es weder Gewinner noch Verlierer gab. Jedes Kind bekam im Ziel eine Medaille - Bronze, Silber oder Gold - je nach persönlichem Gusto oder Alter…

Hinter verschlossenen Türen hatte die Idee im Vorfeld für manche Diskussion gesorgt, sich aber dann doch ganz toll bewährt. Als einer der schärfsten Kritiker konnte sich der Autor dieses Artikels sichtlich an den witzigen Situationen erfreuen, wo sich die Kinder z.B. huckepack über die Ziellinie trugen… Ob sich sein Vorschlag Siegerlisten und Platzierungen bei allen gänzlich abzuschaffen jedoch durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Coach Jan jedenfalls dürfte über diesen Vorschlag nicht sonderlich erfreut sein. Doch dazu später mehr…

Mehr Ernst legten die Erwachsenen an den Tag, die gegen oder so ungefähr bzw. mehr oder weniger um 18:30 Uhr an den Start gingen. Bei ihnen ist der anerzogene Ehrgeiz halt noch eine wesentliche Antriebsfeder. Da würde auch ein Ferienaufenthalt in der Waldorfschule nix mehr richten können…

Vor dem Rennen hatten sich ja manche gefragt, ob Peter wohl seinen im Vorjahr erkämpften Titel würde verteidigen können, oder ob Ole eventuell die lang ersehnte Revanche würde nehmen können? Dass es ein schnelles Rennen werden wird, war spätestens klar, als durchgesickerte, dass kein geringerer als Coach Jan am Start sein würde. Eine Auflistung seiner sportlichen Erfolge, die ihn logischerweise zum Top-Favoriten machen mussten, sparen wir uns an dieser Stelle…

Richtig zur Sache ging es bereits in der 1. Disziplin und niemand war so wirklich überrascht, als die in der Frauenkonkurrenz zu diesem Zeitpunkt führende Rita vorne in der Männerspitze auftauchte. Schnell vorbei war der Spaß, denn bereits nach knapp 7 Minuten rannte man in schneller Abfolge die Treppe zur T1 hoch, um auf dem Rad die Krone in Angriff zu nehmen. Wer entschieden hatte, nur Krone zu fahren, ist dem Autor bis heute noch immer nicht bekannt, angesichts des regen Straßenverkehrs auf der Havelchaussee war dies aber eine goldrichtige Entscheidung.

Nachdem Peter als erster aufs Rad stieg und sich zunächst noch in der Spitzengruppe behaupten konnte, setzte sich Alex (der Radgigant) völlig unspektakulär einfach so von seinen Mitkämpfern ab und fuhr an der Spitze des Feldes ein einsames Rennen. Rita musste auf dem Fahrrad ihrem Trainingsdefizit Tribut zollen und die heraneilenden Mikey und Ilka schlicht und ergreifend ziehen lassen.

Nach der zügigen 2. Disziplin ging man auf die 5,5 Kilometer lange Laufrunde um den Schlachtensee. Die Entscheidung im Herrenrennen war sehr schnell gefallen, als sich der wieselflinke Jan an die Spitze des Feldes gesetzt hatte und seinen Vorsprung auf eine komfortable Distanz ausgebaut hatte. Der Sieg war ihm nicht mehr zu nehmen und so konnten wir voller Ehrfurcht einen strahlenden Sieger sehen, der seiner langen Serie von Erfolgen nun auch den Titel des Vereinsmeisters der Weltraumjogger hinzufügen kann.

An den Platzierungen im Damenrennen änderte sich nach dem Rad/Laufwechsel nichts mehr. Auch wenn Rita als Drittplatzierte auf der Laufstrecke noch die beste Zeit bei den Damen herauslief, war der Rückstand aus der Radkonkurrenz einfach zu groß, um hier noch eine Resultatskorrektur herbeiführen zu können.

Im Ziel durfte die jubelnde Weltraumjogger-Truppe dann erstmalig Meike als neue Vereinsmeisterin feiern, vor Ilka auf dem 2. und Rita auf dem 3. Rang. Bei den Herren lief Jan vor Guido (der auf der Laufstrecke förmlich aus dem Nichts an der Vizemeister-Position aufgetaucht war) und Alex ins Ziel.

Zufrieden mit dem Ergebnis als auch der gesamten Veranstaltung war auch unser ehrenwerter Vorsitzender Olli. Wollen wir hoffen, dass er auch nach unserer anstehenden Mammutaufgabe am kommenden Wochenende noch so zufrieden ist…

Danke allen Teilnehmern und speziell den Oberorganisatoren Markus und Lars!!!