Kürzlich bezeichneten Wissenschaftler eine von Michael Phelps während der 2012er Olympiade in London aufgestellte These als völlig richtig, dass es total in Ordnung sei in das Schwimmbecken zu pieseln.

Als er während der Olympiade behauptete, dass es völlig akzeptabel sei in das Schwimmbecken zu pieseln, löste er bei vielen Zuhörern Zweifel bis Besorgnis aus. Viele Schwimmer würden dies tun, was aber völlig in Ordnung sei, da das Chlor jegliche Keime abtöten würde.

Stuart Jones, ein Wissenschaftler von "Sense About Science" (SAS), einer wohltätigen Einrichtung, die es sich zum Ziel gesetzt hat weitverbreitete Mythen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, sagte, dass Phelps in der Tat Recht habe.

"Es ist tatsächlich so, dass Urin von vornherein erst mal steril ist. Es gibt somit nichts, was man darin abtöten müsste", sagte Jones in einer Verlautbarung. "Urin besteht grösstenteils aus Salz und Wasser mit Anteilen von Protein sowie Abfallprodukten der DNA."

Er sagte, dass Chlor die Bakterien lediglich davon abhalten würde, sich im Wasser zu vermehren.

"Somit hast Du prinzipiell Recht. In das Becken zu pieseln - selbst wenn es alle Schwimmer gleichzeitig tuen - hat sehr geringen Einfluss auf die Zusammensetzung des Wassers", sagte er.

Nach Jones enthalte ein Schwimmbecken von olympischen Ausmassen 2 Millionen Liter Wasser, wohingegen ein einziges "Wasserlassen" lediglich eine Menge von 0,2 Litern Flüssigkeit ergibt.

"Um einen entscheidenden Einfluss auf die Zusammensetzung des Wassers zu haben, müsste man schon eine erhebliche Menge von Urin hinzufügen", ergänzte Jones.

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