Am 03.09.11 fuhren wir früh morgens nach Hamburg ins Miniaturwunderland. Dort sahen wir uns den im Mai neu eröffneten Flughafenbereich an . Wir waren schön öfters im Miniaturwunderland und haben den Bau des Miniaturflughafens mitverfolgt. Vor Ort waren wir von diesem neuen Bereich begeistert und haben außerdem eine Führung hinter den Kulissen mitgemacht. Diese Tour ist für Modellbaufans empfehlenswert.

Nachmittags machten wir uns auf den Weg zur Sportanlage des Lufthansa Sportvereins Hamburg. Dort fand am Sonntag das 28.Int. Airport-Race statt.

Bei diesem Lauf waren wir alle drei aktiv. Nils startete beim Kinderlauf über 1 Meile, Manuela wurde im Vorfeld als Helfer angeheuert und ich wollte die 10 Meilen laufen. Am Samstag holten Nils und ich  unsere Startnummern ab und Manuela lernte Ihre Ansprechpartnerin für Sonntag kennen.

Unser Quartier für die Nacht bezogen wir im Ibis Airporthotel. Wir ließen uns vom Hotel-Shuttle zum Flughafen fahren, um noch einige Flugzeuge zu sehen, die bei uns in Tegel nicht landen und um eine Kleinigkeit zu Abend zu essen. Wir hatten sehr viel Glück und bekamen noch eine Boing 777 von Emirates zu Gesicht. Der Hotel-Shuttle holte uns netterweise auch wieder ab.

Am Sonntag fuhren wir dann nach einem guten Hotelfrühstück zum Lauf. Das Parken war sehr gut organisiert. Wir wurden auf den Metroparkplatz geführt und von dort erreichten wir nach einem kurzen Fußweg das Startgelände. Nils war beigeistert da die Windrichtung stimmte und wir viele Flugzeuge starten sahen. Der 10 Meilen Lauf sollte ja auch einmal um den Flughafen führen.

Manuela war als Helfer für die Verpflegung im Ziel eingeteilt. Zwischenzeitlich durfte Sie aber auch noch bei der Kleiderbeutelabgabe aushelfen. Der Wetterbericht versprach eigentlich trockenes Wetter. Ich machte mich so langsam für meinen Start fertig. Nach dem Einlaufen stellte ich mich in der Dixischlange an. Positiv ist mir aufgefallen das es hier nicht vor jedem Dixi eine Schlange gab, sondern eine Schlange für alle Dixis. Somit stand ich nicht wie sonst üblich in der falschen Schlange.
Meine Klamotten konnte ich netterweise im Zielverpflegungszelt lassen und ging zum Start. Beim Start gab es Blöcke mit Zielzeiten und jeder sollte sich in den entsprechenden Block einordnen(50min,60min,70min....). Ich hatte die Befürchtung das sich, wie auch bei anderen Läufen, ein paar langsame nach vorne stellen müssen. Ich selber wollte unter 1:20:00Std. laufen und stellte mich in den 80min Block. Der Himmel hatte sich inzwischen bezogen und es regnete. Es war überhaupt sehr schwül und wir hatten zum Start um 11.00 Uhr 25°C. Also absolut nicht mein Wetter.

Um 11.00 Uhr wurde dann der Countdown runtergezählt und endlich ging es los. Ich benötigte 1min. bis zur Startlinie. Nach rund 200m gab es ein kleines Nadelöhr beim Verlassen der Sportanlage. Ich kam aber nicht zum Stehen. Die ersten 2 km war das Feld recht dicht gedrängt, aber es ließ sich gut laufen. Es hatten sich anscheinend alle so in die Blöcke eingeteilt wie Ihre Zielzeit sein wird. Vom Flughafen war bisher noch nicht so viel zu sehen. Der kam erstmals nach 2,5 km in Sicht. Zu diesem Zeitpunkt lief ein Läufer Namens  Christoph zu mir auf und fragte mich, was ich vor hatte zu laufen. Ich sagte ihm, das ich im Schnitt 4:40 min laufen will und wir zur Zeit etwas zügiger unterwegs  sind. Das sagte ihm zu und wir liefen von dieser Zeit gemeinsam. Ich fragte, ob er wüsste, ob dieser Lauf auch durch ein Parkhaus führt, wie ich es irgendwo im Startbereich gehörte hatte. Er sagte, das er das erste mal bei diesem Lauf dabei ist. Die Frage hätte ich mir sparen können. Jetzt waren wir schon am Parkhaus angekommen und es ging über einen Kreisel eine Etage rauf. Eine schöne Abwechslung. So langsam näherten wir uns der ersten Verpflegung bei KM6. Der Flughafen war nun immer mal wieder in Sicht. 

Nachdem wir unter der Einflugschneise durchgelaufen waren, gab es die erste Verpflegung. Ich schnappte mir einen Becher und es ging zügig weiter. Kurz nach KM8 liefen wir durch einen Tunnel unter der Landebahn . Danach liefen wir parallel zur 2.Start-und Ladebahn. In diesem Moment setze auch gerade ein Airbus von Lufthansa auf der Landebahn auf. Es war ziemlich beeindruckend wie dicht wir jetzt an den Flugzeugen waren (geschätzte 200m)und wie das Wasser bei der Landung aufwirbelte. Mit Christoph unterhielt ich mich über bisherige Läufe mit Ihren Erfolgen und Misserfolgen. So verging der Lauf recht zügig und die nächste Verpflegung war  bei KM 10,5 erreicht. Der Regen hatte nachgelassen und  auf der rechten Laufseite hatten wir sehr viel grün. Waldstücke und Kleingärten wechselten sich ab und schon war die letzte Tränke bei KM12,5 erreicht.

Bei KM13 hatte ich leichte  Motivationsprobleme und so gar keine rechte Lust mehr. Dank der Laufbegleitung durch Christoph war dieses kleine Tief schnell überwunden und wir näherten uns dem Ziel. Kurz vor KM15 entdeckte ich den Parkplatz mit unserem Auto und freute mich schon auf das Ziel. Allerdings mussten wir dazu noch eine kleine Extraschleife laufen und dort war gemeiner weise auch noch eine kleine Rampe eingebaut. Bei inzwischen trockenem Wetter konnten wir dann nach 1Std.15min. und 23sec. glücklich die Ziellinie überqueren. Das entspricht einem Schnitt von 4:41 min/km. Im Ziel gab es dann die verdiente Medaille, Äpfel, Bananen und diverse Getränke von Hella.

Nils hatte während meines Laufes inzwischen den Kinderlauf über eine Meile erfolgreich absolviert und Manuela hat fleißig bei der Zielverpflegung geholfen. Für Manuela war es herrlich nur als Helfer aktiv zu sein und frei im Kopf ohne Planung und Organisation.

Nachdem wir beim Aufräumen noch ein wenig aktiv waren, haben wir uns dann langsam auf den Heimweg Richtung Berlin gemacht.

Wir sind aber nicht auf direktem Weg nach Hause gefahren, sondern haben noch einen Abstecher nach Finkenwerder gemacht. Dort werden die Airbusse teilweise gebaut und dieser Abstecher hat sich gelohnt. Insgesamt waren 3 A380 zu sehen. Leider ist die Entfernung vom Aussichtspunkt doch recht weit und so wirkt die Größe nicht ganz so gut.
Insgesamt ein schöner Familienausflug mit einem sehr gut organisierten Laufevent.

 

Jörg Stargardt