So oder ähnlich könnte der Titel des 5.Airportrun am Flughafen Schönefeld lauten. Am 19.06.2011 fand der 2 .Lauf meiner persönlichen Serie statt. Diesmal sollte die Anreise nicht so problematisch sein, denn der Lauf fand ja vor den Toren Berlins statt. Doch es gab keine Parkmöglichkeiten auf dem Flughafen und wir kamen zum Start- und Zielgebiet nur mit Shuttelbussen. Somit hieß es 6.00Uhr aufstehen und um 7.10 Uhr ab nach Schönefeld zum Rathaus.

Dort starteten die Busse. Wir waren glücklicherweise früh genug vor Ort und waren um kurz vor 8 Uhr auf dem Flughafengelände. Ich war für den Halbmarathon und Nils für den Kinderlauf (800m) gemeldet. Als Betreuer war Jens Greger mit vor Ort. Mein Start war für 9.00Uhr geplant.

Während meiner Aufwärmphase zum Lauf traf ich überraschenderweise Martina aus Hamburg. Ich habe Sie auf der Halbmarathonmesse in Berlin kennen gelernt. Martina ist im Orgateam vom Hamburger Airportrace und hat mal eben in Berlin geholfen und die Verpflegung bei km 5 betreut. Kurz vor dem Start gab es eine Ansage das sich der Start um einige Minuten verzögern wird. Einige Athleten waren mit den Bussen  noch auf dem Weg zum Start. Sie hatten Probleme bei der Anreise mit der Bahn .

Um 9.16 Uhr war es endlich so weit und die Horde wurde losgelassen. Es herrschte westlicher Wind der Stärke 4-5. Somit ging es die ersten 2,5km nur gegen den Wind. Der Vorteil war, das ich mich hier noch im Feld ein wenig verstecken konnte. Erstaunt war ich darüber auf dem Flughafen bergauf zu laufen. Am westlichsten Punkt gab es eine kleine Rampe von geschätzten 80m  und anschließend ging es Richtung Osten mit Rückenwind. Nach km 4 kam für mich eines der Highlights. Wir sind auf der 4km langen und 60 m breiten  Südbahn gelaufen. „Hier werden irgendwann die Flieger landen“, schoss es mir durch den Kopf. Ein mulmiges Gefühl beschlich mich. Hoffentlich verwechselt heute keiner der Piloten die Landebahn und will auf der Südbahn landen. An der Seite der Bahn standen immer wieder kleine Hinweistafeln. Somit erfuhren wir warum so große weiße Kreuze auf dem Boden sind. Das heißt, das diese Bahn gesperrt ist.
Nils hatte inzwischen auch seinen Kinderlauf erfolgreich absolviert, allerdings habe ich davon diesmal nichts mitbekommen. Bei mir lief es sehr gut Auch Zeitschwankungen von 5:08min/km und 3:38min/km verunsicherten mich nicht. Da hatte sich wohl jemand mit den Schildern vertan. Auch später standen die Schilder nicht an der Stelle, wo sie hätten stehen müssen. Mein Plan war nach rund 1Std.und 40min im Ziel zu sein. Bei km8 war ich noch immer locker. Jetzt war auch der östlichste Punkt erreicht. Hier gab es ebenfalls eine kleine Rampe zu erlaufen. Anschließend ging es an den mehr oder weniger fertigen Versorgungsgebäuden entlang. Hier traf uns immer mal wieder der stramme Gegenwind. Nach km 12 liefen wir dann an der Nordpier entlang. Auf dieser Seite des Flughafens sind die Flugzeuge nur zu Fuß zu erreichen.

Nun kam für mich ein weiteres Highlight. Die 715m lange Hauptpier war beeindruckend, absolut riesig und hier soll einmal ein A380 parken. Ich kam mir verdammt klein vor. Weiter ging es über das Vorfeld zum 72m hohen Tower (dem 2 höchsten Deutschlands). Jetzt hatte ich inzwischen km 15 erreicht und lag mit meiner Zeit von 1:10:08  noch gut im Zeitplan. Allerdings musste ich jetzt einen Boxenstop einlegen und das Dixihäuschen aufsuchen. Zurück auf der Strecke ging es noch mal kurz übers Vorfeld und dann vorbei an einem Stahlgerippe, welches mal der Air-Berlin und Germania Hangar werden soll. Die Taxiways führten uns nun langsam Richtung Ziel. Bei km 18 standen Nils und Jens und motivierten mich noch mal für die letzten km. 1,5 km konnte ich noch mal den Rückwind genießen, bevor wir dann auf die Zielgerade eingebogen sind. Jetzt lief ich mit meinem Freund dem Gegenwind ein einsames Rennen und flog , mit dieser mentalen Hilfe, dem Ziel entgegen. Der Touch Down erfolgte nach einer Zeit von 1Std. 38min. und 38sec. Mit dieser Zeit hatte ich nicht gerechnet und war super zufrieden.
Für mich war der Lauf auf dem Berlin Brandenburg Airport Willy Brandt ein super Erlebnis. Ein schöner Lauf mit ausreichend Verpflegungspunkten und einer anschließenden Tombola. Einziger kleiner Kritikpunkt waren die teilweise nicht stimmenden KM-Schilder.

Jörg Stargardt
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