Dort wo andere Urlaub machen, wollte ich ein sportliches Event erleben.

Auf der AIDA sollen die Gäste eigentlich entspannen und einen Urlaub ohne Terminstress erleben. Es gibt an Bord  nur einen Pflichttermin für alle Passagiere und das ist die vorgeschriebene Seenotübung innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Ersten ablegen.

Wenn man aber an einem sportlichen Event an Bord teilnimmt und mit der Familie an Bord ist, gibt es viele Termine und Interessen unter einen Hut zu bringen.

Unser Abflug nach Heraklion begann mit einer kleinen Verspätung von rund 25 Minuten. Zusätzlich flogen wir erst  nachmittags, womit wir erst um 20.10 Uhr an Bord waren. Da ich bereits um 21.30Uhr meine Wettkampfbesprechung hatte, mussten wir schnell auf die Kabine und das Abendessen konnte ich auch nur im Wettkampftempo erleben. Am nächsten Tag hatten wir einen Seetag und es sollte ein Morning-Run an Deck stattfinden. Leider hatte ich die Bordinfos nicht gelesen und war wegen der nicht durchgeführten Zeitumstellung von Sommerzeit auf Winterzeit 1Stunde zu früh an Deck. Dann aber sollte doch noch ein Lauf stattfinden. Eine Runde an Deck der AIDA-Diva hat in etwa 400m Länge. Der Lauf dauerte rund 30min und ein wenig Lauf ABC gab es auch noch. Am Vormittag fand die Seenotübung statt und nachmittags gab es eine Laufbandanalyse. Wir bekamen eine Laufschuhempfehlung und konnten einen Schuh der Marke ASICS (war als Laufausrüster mit an Bord) während des gesamten Laufevents testen.

Der nächste Tag stand im Zeichen der Kultur. Unser Zielhafen war Port Said (Ägypten). Wir hatten einen Tagesausflug mit Besichtung der  Alabaster Moschee, kleiner Nilkreuzfahrt, Pyramiden- und Sphinxbesichtigung gebucht. Eine sehr interessante Erfahrung, aber auch ein sehr anstrengender Ausflug.

Unser nächstes Ziel lautete Limassol auf Zypern. Dort gab es ein Salzseelauf.  Kaum von Bord warteten auch schon die Transferbusse auf uns. Da es anschließend ein Bad im Salzsee geben sollte, begleiteten mich meine Frau Manuela und mein Sohn Nils. Die Busse brachten uns zu unserem Startort. Aber weit und breit war kein Salzsee zusehen. Das einzige was dort war, war eine vertrocknete Wüste.  Diese Wüste war allerdings verdammt salzig. Unser Salzsee war ausgetrocknet. Die Laufstrecke führte uns über 2 Runden a 4km über den Salzsee. Leider spielte das Wetter nicht mit und es regnete. Wir sahen hinterher ziemlich besudelt aus und ich war super zufrieden, dass ich einen Testschuh hatte.  Das Salz hatte sich schön in die Schuhe gefressen und sie ein wenig steif gemacht.  Mit Ende des Laufes hörte es auf zu regnen und wir konnten dann noch im 25° warmen Mittelmeer baden, da der Salzsee ziemlich dicht am Meer lag.

Marmaris hieß am nächsten Tag der Zielhafen den wir gegen Mittag erreichten.
Die Einfahrt nach Marmaris ist eine der schönsten Einfahrten gewesen. Anfangs fährt das Schiff auf ein Bergmassiv zu und dann öffnet sich dieses Bergmassiv. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und fuhren in ein großes Hafenbecken ein, in dem uns viele Segelboote empfingen. Heute sollte es einen Küstenlauf geben und ich erwartete einen flachen Lauf. Dem war aber nicht so.  Unsere Busse fuhren uns vom Schiff weg und wir mussten zum Schiff zurück laufen. Die Strecke war allerdings überhaupt nicht flach. Nach dem Start hatten wir rund 100m zum Einlaufen und dann ging es auch schon einen kleinen Pass hoch. Insgesamt hatten wir eine Strecke von 8km mit 110Hm. Das war schon recht heftig. Den restlichen Nachmittag verbrachten Manuela und ich dann in Marmaris und machten eine kleine Shopping-Tour. Nils war während dessen im Kids-Club. Er war allerdings diesmal nicht so begeistert da die Animateure hauptsächlich mit den Kids für eine Aufführung übten und Nils daran keinen gefallen fand. Für die Kinder die bei der Aufführung nicht mitgemacht haben, gab es kein Alternativprogramm. Somit war er nur in guter Obhut ohne dabei richtig Spaß zu haben

Weiter ging es nach Rhodos. Dort war ein Berglauf geplant. Es waren 4km zu laufen und dabei 240Hm zu überwinden. Der Zieleinlauf war sehr reizvoll. Die letzten 400m liefen wir durch eine Baumallee. Dort kam ich mir vor wie auf der Siegerstrasse. Damit waren die 3 Eventläufe erledigt.

Unser letztes Ziel hieß Santorin. Hier gab es allerdings keinen Hafen, sondern wir lagen auf Reede. Um auf die Insel zu kommen mussten wir getendert werden. Da hatten wir allerdings eine recht lange Wartezeit. Die Aida lag ruhig im Meer, aber die kleinen Tenderboote schaukelten ein wenig und somit dauerte da Ausbooten recht lange. Unsere Busse brachten uns nach Oia. Dort konnten wir ein wenig die Stadt erkunden und dann gab es den Start zum 11km langen leicht welligen Landschaftslauf. Heute fanden sich viel kleine Grüppchen und die Strecke wurde quatschender weise, in lockerem Tempo, zurückgelegt. Im Ziel gab es wie immer Getränke und ein wenig zu Essen. Dann ging es wieder an Bord und die Aida setze Ihre Fahrt zum Zielort Heraklion fort.
Dort mussten wir dann leider um 10.00Uhr schon wieder Abschied nehmen von unserem schwimmenden Hotel.
Die Lauftruppe war sehr harmonisch und wirkte wie eine große Familie. Das Bunert-Team hatte alles perfekt organisiert und während der Siegerehrung gab es für jeden einen Preis.

Leider waren die Liegezeiten bei dieser Tour recht kurz und somit war es schwer von den Häfen noch etwas zu sehen oder, wie bei unserer ersten Kreuzfahrt, noch irgendwo an den Strand zu fahren. Aber die letzte Kreuzfahrt war es mit Sicherheit noch nicht.

Auf AIDAsehen.

 

Jörg Stargardt