Den Berliner Halbmarathon konnte ich diesmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben und es war auch mein längster Halbmarathon. Ich hatte mich im Volunteer-Club angemeldet, als Helfer für die Kleiderablage...

Startzeit (aufstehen) war um 6.40 Uhr. Duschen, frühstücken und ab zur U-Bahn. Den Fahrplan hatte ich mir im Netz besorgt, aber die U-Bahn um 7.14Uhr kam zu früh. 7.22Uhr, endlich ging es los. Um 8.00Uhr sollte ich Spandauer Str. Ecke Grunerstr. sein.

Das sollte wohl ziemlich knapp werden. 8.02Uhr, ich hatte mein Ziel erreicht, aber keiner zu sehen. Ich schaute mich um und sah rund 150m entfernt eine kleine Menschentraube um einen Höffi LKW. Ich machte mich auf den Weg und hatte richtig geraten. Ich bekam mein Helfer T-Shirt, ein Verpflegungsbeutel und die Info, dass pro Lkw 3 Helfer an Bord sein sollten. Nun viel Spaß und such Dir einen LKW aus. So zog ich los und die ersten LKW’s waren alle schon komplett besetzt. Ich fragte mich, ob die mich wohl noch brauchen? Aber dann  fand ich den LKW 30 mit dem Startnummerbereich 12001-12500. Dieser war mit 2 Frauen besetzt.

Somit waren Sabine, Heike und ich dann die Besatzung für Wagen 30. Jetzt kam ab und zu jemand vorbei und jeder erklärte irgendetwas. Wir vertrieben uns ein wenig die Zeit und warteten auf die erste Tüte. Um 9.35 Uhr kam endlich die erste Tüte. Wir hatten 6 Fächer die mit Nummern versehen waren. Dort sortierten wir die Tüten erst mal halbwegs richtig ein. So langsam wurden es immer mehr Tüten und wir hofften, dass wir auch tatsächlich nur Tüten für unseren LKW bekommen. Leider hatten wir 2x Pech.

Aber unser LKW-Fahrer leitete die falschen Tüten dann weiter ans richtige Fahrzeug. Auch wir bekamen Tüten die falsch abgegeben wurden. Jeder Läufer wurde von uns persönlich angesprochen(dank dem Namen auf der Startnummer) und mit netten Worten zum Start geschickt. Um 10.30 Uhr wurde es ruhiger, schließlich sollte ja um 10.45Uhr Start sein. Die letzten Läufer habe ich noch ziemlich nervös um 10.50Uhr!!! zwischen den LKW’s rumhuschen sehen. Dann begann unsere eigentlich wichtigste Aufgabe. Um auch nachher die Tüten so schnell wie möglich wieder herauszugeben, sortierten wir die Tüten in aufsteigender Reihenfolge. Damit waren wir gute 40 Minuten beschäftigt. Zwischendurch kam auch noch der Zastermann. Es gab für jeden Helfer 10€.

Kurz vor 12.00Uhr kamen die ersten Läufer zurück. Die einen strahlten und waren glücklich, während andere mit der gelaufenen Zeit und dem Wetter haderten. Unsere Sortierung der Tüten war sehr gut. An unserem LKW mussten die Läufer nicht lange auf Ihre Tüten warten. Laut unserem Fahrer bildeten sich vor anderen LKW’s lange Schlangen. Um 13.30Uhr waren wir fast blank. 10 Tüten standen jetzt noch auf dem Wagen.

Leider wurde es jetzt auch wieder nass von oben, aber wir waren ja im Trockenen. Jetzt begannen wir mit dem Abbau der Fächer, der Wagen musste schließlich leer zurück nach Dresden. 14.10Uhr, jetzt ist auch die letzte Tüte weg und wir beginnen mit dem Umladen. Um 14.25Uhr ist Feierabend und ich mache mich auf den Heimweg. Um15.20Uhr war ich wieder daheim. Dann ging ich erst mal ein wenig laufen.

Jörg Stargardt