Heutzutage muss man sich schon einiges einfallen lassen, um den Anmeldestress für einen Ironman zu entgehen. Da kam das Angebot vom Ironman Austria gerade recht, denn wer am 70.3. St. Pölten teilnimmt, erhält ein Voranmelderecht für den Ironman Klagenfurt 2011. Genau aus diesem Grund standen die Namen von vier Weltraumjoggern auf der Starterliste (Steffen, Roland, Golo und Petra). Genau diese machten sich am 28.5.2010 auf den Weg nach Niederösterreich.

Niederösterreich = NÖ, könnte auch für nö, da muss man nicht hin oder „nur öde“ stehen und ehrlich gesagt, ohne Ironman muss man da nicht unbedingt hin.

Aber der 70.3. St. Pölten muss sich keineswegs hinter seinem großen Bruder verstecken und ist für jeden zu empfehlen, der die Langdistanz scheut oder nicht genug Zeit fürs Training hat, aber einmal das Ironmanfeeling erleben möchte, denn von Pastaparty am Freitag bis zur Slotvergabe (für Clearwater) ist alles wie beim großen Bruder. TOLL!!!!!!!!!!!

Wir haben direkt neben dem Ironmangelände auf dem Seecampingplatz unsere Zelte aufgeschlagen und dieser wird normalerweise nur von Dauercampern genutzt und die paar Triathleten, die noch Platz fanden wurden denn auch sehr argwöhnisch beäugt und die Dauercamper haben ihre Geranien und Gartenzwerge bewacht. Aber dafür gab es kein Gerangel in den Duschen und in einem kleinen Restaurant auf dem Gelände gab es am Wettkampftag ab 4.30 Uhr ein wirklich tolles Frühstück. Also ein perfekter Start in einen halblangen TAG!!!!!!!

Bei 18 Grad Wassertemperatur und Neopflicht musste man sich durch zwei kalte Seen kämpfen und der Landgang zwischen den Seen von ca. 300 Metern brachte so manchen aus dem Schwimmkonzept. In der Wechselzone verbrachte dann der Eine oder Andere mehr oder weiniger Zeit und Steffen führte gar für sich noch die Disziplin „Kompressionsstrümpfe anziehen“ hinzu.

Belohnung für Alle war die schnelle Radstrecke mit Autobahnbenutzung und schönen sanft hügeligen Landstrassen entlang der Donau. Herrlich!!!!!

Die eingebauten knackigen Anstiege, die man mit nur ca. 8-10 km/h bewältigen konnte, waren schnell vergessen, denn dafür konnte man wieder mit 60 km/h hinabsausen und schwups, war man in der zweiten Wechselzone. Ziel nach 21 km auf der flachen Laufstrecke war ein kleines gut mit Besuchern und Musik gefülltes Stadion und jeder fühlte sich beim Zieleinlauf wie ein Sieger.

Auf alle Fälle eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung.

Einziges Manko waren die doch recht langen Warteschlangen bei der Finisher-shirtausgabe und bei der Beutelrückgabe.