IM SCHATTEN SWIKEN UND DANACH ETWAS DEFTIGES
Bericht vom 11. Swim & Bike des ESV Eberswalde am Werbellinsee
Von K. Zieße
Eingebettet in zwei Veranstaltungen von außerordentlicher Tradition, Güte und Zuspruch (damit sind natürlich unser spätestens seit letzter Woche legendärer Berlinman und der Kallinchen-Triathlon gemeint) und entsprechend in deren sehr sehr langen Schatten, fand in einiger Entfernung von Berlin mittlerweile auch schon zum elften Male die „Swim & Bike“ des Eberswalder Schwimmvereins im und am Werbellinsee statt.

Das Angebot umfasst im Kern zwei Streckenlängen, zum einen eine „Kurzdistanz“ über 1000 Meter Schwimmen und 27,5 Kilometer Radfahren (1 Runde, durchgehend asphaltiert) und die „Lange“ mit 2000 Meter und 55 Kilometer (2 Runden). Daneben werden diese Distanzen auch als Staffel sowie der erste Teil als reiner Schwimmwettkampf offeriert. Abgerundet wird dieser Wettkampf mit einer 5000er und 500er Schwimmstrecke. Preislich liegt das Angebot mit 5.- bis 20.-€ eher am unteren Ende der Kostenskala.

Zwar ist dieser Wettkampf die deutschlandweit einzige Möglichkeit (abgesehen von einem Zwitter nahe der holländischen Grenze) einen solchen Disziplin-Mix anzugehen, aber möglicherweise durch die oben genannte terminliche Einbettung, das Staurisiko auf der A11 (normale Fahrzeit ca. 75 Minuten) und dem Wegfall des Laufens hält sich die Teilnehmerzahl in überschaubaren Grenzen (insgesamt 155 Finisher, z.B. Kurz = 22 Finisher; Lang = 19 Finisher ; 5000 m = 5 Finisher).

An der Organisation kann es jedenfalls nicht liegen. Der Wettkampf findet zu erträglichen Startzeiten statt (je nach Wettkampf zwischen 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr) wird gut betreut, wenngleich die überschaubaren Teilnehmerzahlen dies wesentlich unterstützen. Das Schwimmen im welligen Werbellinsee bei 19,5° C verlangt etwas Erfahrung mit dem Freiwasserschwimmen. Auch kann man bei den dortigen Gegebenheiten keine völlige Absperrung der Radstrecke erwarten. Die Unterstützung durch die Polizei ist deutlich aber mitunter wird man dann doch von dem einen oder anderen KFZ überholt. Dies ist jedoch weniger belastend als die Streckenführung. Das leicht wellige Profil wird in jeder Form spürbar. Zudem bringt eine Streckenführung im Uhrzeigersinn eine Begegnung einem herausforderndem Gegenwind, der anscheinend direkt von der Ostsee weht.

Das Leistungsniveau ist gut, obgleich die Berlin-Brandenburger Triathlonelite in der Regel fehlt. Zum Vergleich: Der Autor dieser Zeilen lag nach Schwimmen und Radfahren beim diesjährigen Berlinman unter den ersten 25%, beim Swim&Bike endeten diese Splits auf Platz 14 von 22.

Alles in allem eine sehr gute, nicht nur weil einzige Alternative für Fußkranke und/oder begeisterte schwimmende Radler bzw. radelnde Schwimmer.

Ach ja, und am Ende gibt dann statt der üblichen Süßwaren als kulinarische Grundlage Erbsensuppe mit Speck.


Ergebnisse unter:
http://www.ziel-zeit.de/ergebnis.php
Homepage der Veranstaltung:
http://www.eberswalder-sv.de/wettkampf/ausschreibungen/wk28-08-2010.html