danke für die glückwünsche und das daumen drücken. der wettkampf war wirklich absolut super für mich. ich war im vorfeld nicht so aufgeregt wie immer und habe mich richtig darauf gefreut. selbst die nacht vor dem wettkampf habe ich zwar kurz, aber gut geschlafen. zum glück sollte der wettkampftag nicht so heiss werden, also genau richtig für mich.

kurz vor dem schwimmstart ( 7 uhr ) fing es an zu regnen und bis um 9 uhr regnete es weiter, total ungewöhnlich im mai aber dass bescherte uns athleten beim schwimmen einen superdauerregenbogen über dem meer. diesmal waren fast 1700 teilnehmer bei schwimmstart und im wasser wurde es recht eng. es gab viel gedrängel und wohl auch platzwunden. bis auf eine kleine wunde an der hand habe ich zum glück nichts abbekommen. nachdem sich das feld etwas gelockert hatte, konnte ich meinen rhythmus finden und bin die 2 runden gut durchgeschwommen und habe sogar andere überholen können. die 2. runde wurde wieder etwas welliger, aber noch gut zu schwimmen.

den 1. wechsel habe ruhig angehen lassen, denn trotz wolken und regen wollte ich eingecremt werden und dafür mußte man fast anstehen. da die wechselzone plitschenass und der weg zum radel weit war, zog ich meine socken und die radschuhe erst am rad an.

nachdem mich kenneth gasque (racedirektor) abgeklatscht hat, begann der fast 20 km lange anstieg mit heftigem gegenwind aus puerto del carmen heraus in richtung el golfo. das tolle diesmal war, dass ich mich trotz des starken windes, der mit jeder stunde zunahm, sicher und stark gefühlt habe. der wind war stärker als vor 2 jahren, aber er hat mir nicht mehr
so große angst gemacht. ich habe oft überholen können, was mir große freude bereit hat. da es nicht so heiss war, sind meine füsse nicht so schnell angeschwollen, erst nach 5 stunden fingen die schmerzen an. der anstieg los valles bis zu den rotoren war brutal mit gegenwind und am mirador de haria (fast der höchste punkt) bin ich fast vom rad geflogen. leider waren die abfahrten nicht entspannt, denn dort pfiff der wind von der seite. guinate (eine 400 meter kurze, knackige steigung) habe ich geschoben, denn ich wollte nicht mangels nicht treten können mit dem rad umfallen. nach dem mirador del rio (also nach ca.120km) ging es fast nur noch bergab, nun liess sich auch die sonne blicken und es wurde heiss, aber es ging ja in die wechselzone.

dort bin ich 50 minuten schneller als letztes mal angekommen, um mal etwas länger pause machen zu können. meine wechselzeiten sind enorm lang, aber ich scheine das zu brauchen,
auch mußte ich meiner tochter, die dort aushalf, ja erzählen was ich so erlebt hatten.

dann ging es auf die laufstrecke, ich wollte einen 7:30 schnitt laufen und auf dem 1.halbmarathon gelang mir das auch, aber ich konnte seit der wechselzone nichts mehr zu mir nehmen weder getränke noch gels,(käsebrötchen und suppe auch nicht ), sodass mir übel wurde und meine kräfte nachließen. ich konnte dann nur noch gehen, aber
ich wußte die ganze zeit, wenn jetzt nichts unvorhergesehenes passiert, dass ich im zeitlimit finishen kann. die letzten 5 km lief meine tochter neben mir her, um
mich bei laune zu halten und sie überredete mich sogar noch ins ziel zu laufen und nicht zu gehen.

der zieleinlauf war phänomenal und ich war überglücklich bei einer zeit vom 16:41:43 dort anzukommen. kurz nach mir kam eine frau aus der altersklasse 70-74, unglaublich, total fröhlich und entspannt, nur den slot nach hawaii wollte sie nicht, weil sie lieber ausschließlich auf lanzarote startet.

nun ist auch bei mir im kopf angekommen, dass ich den ironman lanzarote finishen kann und dass es nicht nur ein zufall war.